Das Kaiser-Lieferprogramm umfasst Radialventilatoren für Anwendungen, die im Vergleich zu Axialventilatoren eine größere Druckerhöhung bei gleicher Luftmenge erzielen. Die Radialventilatoren von Kaiser sind in den Serien D, E und A erhältlich und zu 100 % drehzahlregelbar. Die Serie E ist einseitig saugend in kompakter Bauform mit Metalllaufrad und vorwärtsgekrümmten Schaufeln ausgestattet, während die Serie D doppelseitig saugend, mit hoher Luftmenge und vorwärtsgekrümmten Schaufeln ausgestattet ist. Die Serie A verfügt über einen außerhalb des Luftstromes liegenden Motor und vorwärtsgekrümmte Schaufeln.

Vorteile der Radialventilatoren auf einen Blick:

  • Die Radialventilatoren sind vollständig, das heißt im gesamten Spannungsbereich, regelbar.
  • Die Auslegung erfolgt nach IP 44, auf Wunsch auch in IP 54, sowie tropenisoliert.
  • Der Einsatzbereich umfasst alle denkbaren Einsätze zur Förderung staubfreier Luft und wenig aggressiver, nicht-reaktiver Gase oder Dämpfe.
  • Der exakte Temperaturbereich ist dem entsprechenden Datenblatt in der Radialliste zu entnehmen, kann aber pauschal etwa bei einer maximalen Dauertemperatur von 60 °C angesetzt werden.

Klicken Sie für weiterführende Produktinformationen auf die Typenbezeichnung in der Übersicht.

Radialventilatoren Serie E

Serie E mit eingebautem Motor
ED280A
Ausführung Radialventilator
Bauform einseitig saugend
Laufrad vorwärtsgekrümmte Schaufeln
Luftstrom über Motor ziehend und kühlend
drehzahlregelbar Ja, 100%
Anwendungen
  • Maschinenkühlung,
  • Reinraumtechnik,
  • Filtertechnik
  • Lüftungs- & Klimageräte
  • Dunstabzug
Materialeigenschaften
Material Stahlbelch
Oberfläche verzinkt oder pulverbeschichtet
Flügelrad verzinktes Stahlblech
Edelstahl (V2A , V4A) möglich
   

Radialventilatoren Serie D

Serie D mit eingebautem Motor
DD250A
Ausführung Radialventilator
Bauform doppelseitig saugend
Laufrad vorwärtsgekrümmte Schaufeln
Luftstrom über Motor ziehend und kühlend
drehzahlregelbar Ja, 100%
Anwendungen
  • Maschinenkühlung,
  • Reinraumtechnik,
  • Filtertechnik
  • Lüftungs- & Klimageräte
  • Dunstabzug
Materialeigenschaften
Material Stahlblech
Oberfläche verzinkt oder pulverbeschichtet
Flügelrad verzinktes Stahlblech
Edelstahl (V2A , V4A) möglich
   
   

 Radialventilator Serie A

Serie A mit angebautem Motor
AD240A
Ausführung Radialventilator
Bauform einseitig saugend
Laufrad vorwärtsgekrümmte Schaufeln
Luftstrom Motor ausserhalb des Luftstroms
drehzahlregelbar Ja, 100%
Anwendungen
  • Absaugung
  • Kühlung
  • Filtertechnik
  • Lüftungs- & Klimageräte

Weiter Bauformen sind unter Sonderformen zu finden.

Hochleistungs-Radialventilatoren: Arbeitsprinzip und Einsatzgebiete

Die Radialventilatoren sind mit Asynchronmotoren mitsamt eines Innenläufers ausgerüstet, die in sich vollkommen geschlossen sind und deren Außenfläche über Kühlrippen verfügt. Eine optimale Wärmeabfuhr wird durch die Lage des Motors gewährleistet, die sich im Luftstrom des Ventilators befindet. Da die Kennlinien der Ventilatoren einen stetigen Verlauf aufweisen, können sie im gesamten Kennlinienbereich eingesetzt werden. Die Anwendungsgebiete umfassen alle Bereiche mit größerer Luftmengenförderung. Hierzu gehören die Lüftungs- und Klimatechnik, der Maschinen-, Apparate- und Anlagenbau, ebenso wie der Einsatz als Anbauventilatoren bei Wärmetauschern.

Werkstoffe und Materialien: Kugellager, Laufräder, Korrosionsschutz

Die Ventilatoren besitzen Rillenkugellager mit spezieller Lagerluft, die mit einem Spezialkugellagerfett dauergeschmiert sind. Damit ist ein Einsatz im Temperaturbereich von -30 °C bis +180 °C möglich. Auch ein Kältefett für Temperaturen unter -30 °C ist auf Anfrage verfügbar. Abgedichtet werden die Lager mittels zweier Dichtscheiben. Ersatzkugellager können unter Angabe der Ventilgröße geliefert werden. Die Radiallaufräder sowie die Einstromdüsen werden aus verzinktem Stahlblech gefertigt, während das Ventilatorgehäuse mehrfach nass lackiert oder verzinkt ist – eine Pulverbeschichtung ist auf Anfrage möglich. Um einen optimalen Korrosionsschutz erzielen zu können, werden die Motoren nach der Montage mit einer Lackschutzschicht versehen. Optional können galvanisch verzinkte Ansaugschutzgitter angebracht werden. Darüber hinaus ist auf Wunsch die Herstellung der Ventilatoren in Edelstahl V2A und V4A möglich.

Motorenschutz mittels Thermokontakte

Für einen sicheren Überhitzungsschutz sind die Motoren serienmäßig mit Thermokontakten (TK) bzw. Temperaturwächtern ausgestattet. Als temperaturabhängige Schaltelemente werden die Kontakte in die Wicklung der Motoren isoliert eingebettet. Kommt es zu einer Überhitzung, öffnen die Thermokontakte einen elektrischen Kontakt. Während dieser bei Wechselstrommotoren direkt im Stromkreis eingebaut ist und sich der Ventilator selbstständig aus- und einschaltet, wird er bei Drehstrommotoren auf einen speziellen externen Schalter angeklemmt, der die Spannungsleiter unterbricht. Nach einem Störungsfalls bzw. dem Abkühlen erfolgt normalerweise kein automatisches Wiedereinschalten.

Elektrischer Anschluss, Einbaulage und Luftförderrichtung

Der elektrische Anschluss der Ventilatoren erfolgt über Klemmbretter in Klemmkästen, die sich auf der Rückseite des Motors befinden. Durch Kabelverschraubungen in der Schutzart IP 44 werden die Kabel geführt – auf Wunsch sind Verschraubungen in IP 54 möglich. Ein Betriebskondensator ist bei Ventilatoren mit Wechselstromausführung bereits serienmäßig angeschlossen. Damit ist die Montage eines externen Klemmkastens nicht erforderlich.
Der Einbau der Ventilatoren ist allgemein in jeder Lage möglich. Da sich bei starken Schwankungen der Umgebungstemperatur Kondenswasser im Motor bilden kann, sind an beiden Motorlagerschilden Kondenswasserbohrungen vorhanden. Die jeweilige Befestigungslage hängt von der Art des Ventilatoreneinsatzes ab. Bei der Bestellung eines Radialventilators sollte die Einbaulage mit angegeben werden, da die Ventilatoren mit Kondenswasserbohrungen ausgestattet sind und diese entsprechend angebracht werden müssen.

Hinweise zur Auswahl eines Radialventilators

Radialventilatorauswahl

Grundvoraussetzung bei der Wahl des geeigneten Ventilators sollte sein, dass dieser sich beim Betrieb der Lüftungsanlage im Bestpunkt oder im Bereich des Bestpunktes befindet, um den bestmöglichen Wirkungsgrad erzielen zu können. Ein idealer Einsatzbereich liegt zwischen einem Volumenstrom von 4.000 und 5.000 m³/h. Liegt der Betriebspunkt bei der Drehzahlregelung des Ventilators im Betriebspunkt 2, wird er auf der Widerstandskennlinie verschoben. Im Betriebspunkt 1 der Kennlinie, frei ansaugend und frei ausblasend, sollte der Ventilator nicht betrieben werden, da die Belastung des Antriebsmotors in diesem Punkt äußerst hoch ist. Ein Betrieb oberhalb des Betriebspunktes 3 auf der Kennlinie sollte ebenfalls vermieden werden, da der Wirkungsgrad des Ventilators niedriger ist.

 

Sollten Sie weitere Fragen zu den Kaiser-Radialventilatoren haben, dann schreiben Sie uns gerne via Kontaktformular oder E-Mail. Alternativ können Sie uns telefonisch erreichen. Kaiser Ventilatorenbau steht Ihnen mit persönlicher Beratung hilfreich zur Seite.